Plastic Attack mit anschließender Schnibbelparty – so war’s!

22.02.2019 – Bepackt mit Taschen, Dosen und Beuteln startete am Samstag, den 02.02. eine Plastic Attack des neuen Arbeitskreis „Klimakrise“. Die Gruppe erregte mit ihren fantasievollen Plastikkostümen viel Aufsehen im Supermarkt.

Startpunkt: Der JBN-Turm der Jugendgruppe Nürnberg. Von da ging es zu siebt mit fantasievollen Kostümen aus alten (Plastik-)Verpackungen zum naheliegenden Supermarkt. Taschen, Dosen, Beutel, Boxen und anderen nachhaltige Verpackungsmittel durften bei unsere Plastick Attack nicht fehlen.
Bereits auf dem Weg erregten wir durch die Kostüme Aufsehen, im Supermarkt war unser Vorhaben auch ohne Schilder oder Banner sowohl für Angestellte als auch für Kunden offensichtlich.
Wie sonst auch beim Einkaufen suchten wir unsere Produkte zusammen, mit dem kleinen Unterschied, dass wir gezielt auf Plastikprodukte achteten. Obwohl wir, soweit möglich, auf Bioprodukte zurückgriffen, gaben wir weniger als die Hälfte unseres Budgets aus!
Auch das Umpacken und -füllen gelang, bis auf fehlende Verpackungen für Flüssigkeiten, problemlos. Da wir unsere Produkte auf dem für die Mülltrennung vorgesehenen Tisch hinter der Kasse, welcher praktischerweise direkt neben der Tür lag, umfüllten, erregten wir bei den Kunden Aufmerksamkeit, da wir deutlich sichtbar waren.
Erst als wir bereits alles Plastik entfernt hatten, wurden wir von der Supermarktleitung freundlich gebeten, den Eingangsbereich freizugeben. Klar, keine Frage, vor allem weil der Leiter unsere Aktion grundsätzlich für gut geheißen hat.
Zunächst wollten wir jedoch in einem Foto festhalten, dass wir einen ganzen Einkaufswagen voll Müll eingekauft haben, hauptsächlich Plastik...
Die Verpackungen nahmen lose gestapelt mehr, ja sogar doppelt so viel Platz ein wie zuvor mit den Lebensmitteln.
Da sich unsere Aktion an die Verbraucher und Hersteller richten sollte und nicht gegen einzelne Mitarbeiter gerichtet war, haben wir den gesamten Müll im Supermarkt in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter entsorgt.
Zurück im Turm ging das Kochen erstaunlich schnell, da wir ja keine Verpackung mehr entfernen mussten und gemeinsames Kochen einfach Spaß macht.
Kurze Zeit später ließen wir uns Salat, vegetarisches Chili und veganen Zupfkuchen bei einer gemütlichen Runde schmecken.

Wir hoffen natürlich, dass wir den einen oder anderen Kunden im Supermarkt zum Nachdenken über seinen Plastikkonsum bringen. Wir wurden uns auf jeden Fall wieder bewusst, wie wichtig es ist auf unser Konsumverhalten zu achten. Allerdings auch ziemlich widersprüchlich: Plastik einkaufen, um ein Zeichen für die Plastikvermeidung zu setzen...? Vielleicht drehen wir das ganze beim nächsten Mal einfach um und veranstalten eine ZeroWasteAttack...!

Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren sowie bei der Organisation beteiligt waren!
Eine ausgesprochen gelungene und leckere Aktion!

Text: Laura Fahl