Kinder brauchen Erlebnis- und Begegnungsräume

16.07.2020 – Vielleicht fällt es uns erst jetzt richtig auf, was in den vergangenen Wochen und Monaten nur sehr eingeschränkt für unsere Kinder und uns in unserm Alltag möglich war. Viele Familien haben die Anfangszeit von Corona vielleicht auch genießen können und „der Zwang alles runter zu fahren“ hat manchen Familien und auch unserer Umwelt gut getan.

Jedoch stellt man nach einigen Wochen/Monaten fest, wie wichtig das gemeinsame Spiel mit allen Sinnen in Naturräumen, der Austausch unter Freunden u.v.m. sind. All das war vor der Corona Pandemie, ohne darüber nachzudenken, meist uneingeschränkt möglich. Das hat unser Bewusstsein noch einmal geschärft für die Notwendigkeit und dem Grundbedürfnis von Kindern, sich gemeinsam im sozialen Austausch Spiel- und Erlebnisräume in der Natur zu schaffen (wenn auch leider noch eingeschränkt). Das ist unerlässlich, um eine altersgemäße Entwicklung zu ermöglichen. Die gemeinsamen Spiel- und Erlebnisräume in der Natur, die ihr den Kindern ermöglicht, bieten dazu ideale Voraussetzungen, vielen Dank für euren Beitrag, der gerade jetzt so wichtig und wertvoll ist. Professor Dr. Hubert Weiger, ehemaliger Landesvorsitzender des BN, beschrieb die Kindergruppenarbeit als: „Schule fürs Leben“… „Wir sehen einen zunehmenden Bedarf an Basis-Erfahrungen, die einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentfaltung und Stärkung des Selbstbewusstseins leisten.“

Es ist die Aufgabe der Kinder -und Jugendarbeit, diese außerschulischen Erlebnis- und Begegnungsräume zur Verfügung zu stellen, zu gestalten und mit allen Sinnen zu spüren. Ihr habt in der Phase des Shutdowns viele kreative digitale Lösungen entwickelt und erprobt, um Kinder und Jugendliche zu erreichen. Digitale Formate eröffnen viele neue Möglichkeiten. Sie ersetzen jedoch nicht die direkte Begegnung von Kindern mit ihren Leiter*innen vor Ort.

Wir möchten euch mit diesem Artikel ermuntern, die Positionen aber Fördermöglichkeiten in der Jugendarbeit und Stellungsnahmen zu bestimmten Themen (besonders in Zeit von Corona) des Bayrischen Jugendrings (BJR) bzw. des Deutschen Bundesjugendrings (DJR) zu verfolgen. Damit ihr eure innere Haltung für die Notwendigkeit der außerschulischen Jugendarbeit bewahrt, um die „Freien Räume“, die „Zeithaltestellen“, das „durch die Gegend strömern“, das „Staudammbauen“ für eure Kinder zu ermöglichen. All das, was die Haltung und Pädagogik der JBN ausmacht. Wir sind auf einem gemeinsamen Weg.

Zudem der Link der aktuellen Empfehlung zum Gesundheitsschutzkonzept des BJR (Stand 7.7.20). https://shop.bjr.de/media/pdf/bc/5b/b3/0698_2020-07-07_Empfehlung_Hygienekonzept.pdf