Klimaschonend Heizen

Für viele Menschen in Deutschland ist Klimaschutz ein sehr wichtiges Thema und sie setzen sich lautstark in der Öffentlichkeit, bei Diskussionen im Freundeskreis oder im ganz normalen Alltag für eine Verringerung des CO²-Ausstoßes ein.

Handlungsbedarf besteht hier auf jeden Fall, denn jede*r Deutsche stößt im Durchschnitt jährlich 11,6 Tonnen CO² aus.Allein 15 %, also 1,64 Tonnen davon, entfallen auf das Heizen und die Warmwasseraufbereitung, was in Deutschland noch zu einem überwiegenden Teil durch Verbrennung von Öl und Gas geschieht.

Wenn man diese abstrakten Zahlen etwas besser begreifen will, könnte man auch vereinfacht sagen: Was wir an CO² beim Heizen ausstoßen, entspricht der CO²-Menge, die ein durchschnittlicher Inder insgesamt in einem Jahr ausstößt.


Es gibt hier also noch sehr großes Einsparpotential, und dies geht schon mit ein paar sehr einfachen Tricks:

Die schnellste und einfachste Möglichkeit ist, die Heizung richtig einzustellen. Denn nicht überall in der Wohnung muss die Heizung auf höchster Stufe laufen (eigentlich in keinem Raum). Dies ist nicht nur gut für das Klima, sondern schont auch den Geldbeutel und hilft der Gesundheit. Denn zu warme Raumluft trocknet die Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich verstärkt aus, wodurch man anfälliger für Infektionen wird.

Im Schlafzimmer, das man nur nachts nutzt, wenn man sich in die warme Decke einkuschelt, reichen durchgehend 15-17°C (Stufe 2). In der Küche  können es 18°C (Stufe 2 – 3) sein. In allen anderen Räumen sollte die Temperatur nach Möglichkeit nicht über 20°C (Stufe 3) liegen, wobei hier die individuelle Wohlfühltemperatur entscheidend ist, und diese hängt oft gar nicht von der Raumtemperatur ab, sondern von der Oberflächentemperatur der Böden, Wände und Fenster.

Und natürlich hilft es auch, einfach etwas dickere Socken und einen warmen Pullover anzuziehen.

Werden Räume längere Zeit nicht genutzt, kann die Temperatur auch auf 15°C (Stufe 1 – 2) eingestellt werden. Individuell programmierte Thermostatventile können sehr einfach an der Heizung eingebaut werden, wodurch sich die Heizung zeitabhängig einstellen lässt, sodass sie nicht heizt, wenn man außer Haus ist. Jedes Grad, das die Wohnung kälter ist, spart bis zu 5 % Energie und somit auch CO². Allerdings sollte man es damit nicht übertreiben, denn  bei zu kalten (und damit feuchten) Räumen kann es an den kalten Wänden zu Schimmelbildung kommen.

Kleine CO²-Einspareffekte kann man erzielen, wenn man regelmäßig (einmal jährlich) die Heizung entlüftet und beim Lüften der Räume stoßlüftet, also alle Fenster für 10 Minuten komplett öffnet (bei herunter gedrehter Heizung).

Neben dem Heizen verbraucht auch die Warmwasseraufbereitung viel Energie. Je mehr Wasser aufgeheizt werden muss, desto mehr CO² wird ausgestoßen. Deshalb sollte man nach Möglichkeit auf ein Vollbad verzichten und auch das Duschen nicht unnötig in die Länge ziehen oder etwas kälter Duschen; das hat dann auch noch positive Effekte für den Kreislauf.

Quellen:

https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur#unsere-tipps

https://uba.co2-rechner.de/de_DE/living-hs

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167877/umfrage/co-emissionen-nach-laendern-je-einwohner/

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