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01.06.2011

Wir haben acht von 17 ABGESCHALTET!

Im Frühling 2011 hat die Antiatombewegung in Deutschland eine wichtigen Erfolg errungen: Wir haben acht von 17 AKWs abgeschaltet. Das ist gut. Das ist mehr als wir am Anfang des Jahres zu träumen wagten. Für die JBN hatte dieser energiepolitische Frühling einen klaren Höhepunkt: Unseren JBN-Lauti am 28.5.! Der unermüdliche Einsatz des AK AKW K.O. hat sich also ausgezeichnet. :-)

28.5. Antomkraft: Schluss!

Und doch bleibt viel zu tun. Längst ist die Energiewende nicht in trockenen Tüchern. Im Gegenteil: Kanzlerin Merkel musste zwar 8 von 17 AKWs abschalten. Aber dafür setzt sie nun auf Kohlekraft und es zeichnet sich bereits, dass die übrigen AKWs nur ein ebenso massiver und harter Protest abschalten wird.

Doch bevor man über die Zukunft nach denken kann, sollten einmal die letzten Monate Revue passieren lassen.

Generation Fukushima:
Der erste Schock ist vorüber. Die zwei Explosionen der blauen AKWs in Fukushima rücken aus den Medien in Flyer und Broschüren der Umweltverbände. Der Schock bliebt in den Hinterköpfen hängen, aber er bestimmt längst nicht mehr den Alltag. Und doch beginnt die ökologische Katastrophe erst. Auch Monate nach den Kernschmelzen sind die Reaktoren völlig außer Kontrolle und kontaminieren Land, Luft und Meer in Japan. Für die Generation Jugendlicher, die durch Fukushima geprägt wurden offenbart sich erst langsam und Scheibchenweise, welche Welt sie vorfinden. Und genauso unklar wie der Verlauf der Reaktorkatastrophe in Japan sind Gesetzgebungsverfahren hier zu Lande. An den Parlamenten vorbei und gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung wird in Deutschland um die Laufzeiten der AKWs  gefeilscht. Das ist bitter und macht wütend. Erst der rot-grüne Kompromiss, dann die Laufzeitverlängerung und jetzt soll doch 2022 Schluss sein. Ob wirklich Schluss sein wird, ist so offen wie der Ausgang der Katastrophe in Fukushima. Für die Generation Fukushima kann das nur heißen: Ausstieg selber machen. Wir können uns nicht auf die älteren Generationen verlassen, das Weltklima, und eine Umwelt ohne radioaktive Verseuchung sind zu wichtig, als dass wir warten könnten.    

Atom-Perchten in Kloster Andechs:
Ein wenig hat sich schon gezeigt, wie hart das Ringen um den echten Atomausstieg werden würde, als die JBN der CSU die Atomteufel austreiben wollte. Obwohl die JBN-Perchten den energiepolitischen Frühling eingeläutet hat, schickt die CSU den Atomaren Winter gleich wieder übers Land. Der Protest musste also weiter gehen.

Höhepunkt des Protests:
Der vorläufige Höhepunkt des Protests war für die JBN klar am 28. 5. 2011 die Atomkraft: Schluss! – Demo in München. Die JBN hat bei der Demo einen Lautsprecherwagen für die gesamte Bayerische Jugend gestellt und über den Bayerischen Jugendring fast 2000 Jugendliche mobilisiert. So etwas gab es noch nie. Und es war gut. Mehr zum JBN-Lauti am 28. 5. findest du hier.
 
Acht von 17 abgeschaltet: Wie weiter?   
Wir haben 8 von 17 AKWs abgeschaltet. Hoffentlich für immer! Ganz sicher ist das nicht. Denn schon werden Hintertüren und Klauseln in die Gesetze gegossen, die ein Wiederanfahren der abgeschalteten AKWs möglich machen. Und auch die weitere Abschaltung bis 2022 ist ungewiss. Schließlich sollen quasi alle AKWs auf einmal vom Netz: Die Angst-Kampagien vor der Stromlücke und dem Stromimport sind schon vorprogrammiert. Einen Üblick über die Restlaufzeiten hat die ARD veröffenlticht.
Doch auch in anderer Hinsicht bleibt viel zu tun. Ausruhen auf der jetzigen Abschaltung sollte man sich nicht. Denn Atomstrom soll durch Kohle- und Gas- und nicht durch Wind-, Wasser- und Sonnenstrom ersetzt werden. Zukunftsfähig, generationengerecht oder auch nur klimafreundlich ist das nicht. Für eine Zukunftsfähige und Generationengerechte Energieversorgung wird die JBN weiter kämpfen müssen.    

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