06.03.2007
"BN-Jugend-Protest wird Macht-Demonstration" titelten die Erlanger Nachrichten auf der ersten Seite. Weit über 500 Menschen, vor allem junge Leute und Familien, konnte die JBN-Jugendgruppe Erlangen am Sonntag gegen die geplante Südumgehung durch den Reichswald mobilisieren!
Die Arbeit hat sich also gelohnt: Vor allem Francesca Fall und Lea Beinder steckten viel Zeit in die Organisation der Demo. Die Aktiven der Jugendgruppe verteilten mehr als tausend Flyer in den angrenzenden Stadtvierteln, übten ein Theaterstück ein, malten Transparente und meldeten die Demonstration an. Aber selbst bei der besten Vorbereitung braucht man etwas Glück und so schien um 11 Uhr wie bestellt die Sonne auf die Massen runter. Mit Trommeln und Trillerpfeifen und mit Sprüchen wie "Das Problem wird nicht behoben, es wird in den Wald verschoben." liefen die Demonstranten bis zu einem Kreisverkehr, der nach den Plänen des Straßenbauamts Nürnberg Ausgangspunkt der Südumgehung werden soll. Besonders gut auch der Spruch "Mit dem Auto ins Umweltjahr!" - ein Anspielung auf das Jahresmotto der Stadt Erlangen "natürlichERLANGEN 2007".
Die JBN Erlangen ist gegen die Südumgehung, die den Sebalder Reichswald durchschneiden und ein Trinkwasserschutzgebiet bedrohen würde und fordert stattdessen die seit vielen Jahren diskutierte Stadt-Umland-Bahn (StUB) zur Entlastung der bestehenden Straße. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. Die JBN Erlangen hat eine Einwendung (100 kB, PDF-Datei) gegen die Straße bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht, wo du weitere Argumente gegen die Südumgehung nachlesen kannst.
Die JBN unterstütz den Veggietag!