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08.12.2006

Landesvorstand im Gespräch mit Umweltminister Schnappauf

Der JBN-Landesvorstand (Lavo) hat sich gestern Abend zu einem ausführlichen Gespräch mit Umweltminister Dr. Werner Schnappauf getroffen. Schnappauf sicherte der JBN die Unterstützung seines Ministeriums für die JBN-Ernährungskampagne zu. Weitere Themen waren die Umweltbildung für Jugendliche und - eher kontrovers diskutiert - die so genannte Grüne Gentechnik.

Der Lavo im Gespräch mit Umweltminister Schnappauf

Doch bevor der Lavo und Minister Schnappauf in die Diskussion einstiegen, unterzeichnete Schnappauf die "Zukunftsaktie Jugend". Mit dieser Aktion wollen die bayerischen Jugendverbände die Politik auf die krasse Unterfinanzierung der Jugendarbeit in Bayern hinweisen. Bereits mehr als 76 Landtagsabgeordnete aller Fraktionen, darunter auch der Ministerpräsident und einige Kabinettsmitglieder haben bereits die Zukunftsaktie Jugend gezeichnet und damit der Jugendarbeit ihre Unterstützung zugesichert. Hier kannst du dir eine kurze Hintergrundinformation zur Finanzsituation der Jugendarbeit (130 kB, PDF-Datei) in Bayern runterladen. Danach übergab der Lavo noch einen "eisernen Besen" an Umweltminister Schnappauf - eine Anspielung auf seine Ankündigung im Umweltausschuss des Landtags mit "eisernen Besen" in den verdächtigen Schlachtbetrieben auszukehren.

Anschließend stellte der Lavo die aktuellen Projekte und Schwerpunkte der JBN vor. Schnappauf lobte das Engagement der vielen JBN-Aktiven. "Der Beitrag der JBN zu einer aktiven Bürgergesellschaft ist wichtig und verdient Lob und Anerkennung. Auch wenn wir bei manchen Umweltthemen nicht einer Meinung sind."

Wichtigstes Thema bei dem Gespräch war die neue Ernährungskampagne der JBN. Überall im Land will die JBN festliche und einladende Tafeln aufdecken, selbst gemachtes Essen mitbringen und mit JBN-Aktiven und vielen anderen jungen Leuten die Köstlichkeiten genießen. Außerdem ist ein Kochbuch und Einkaufsführer für Student/innen geplant. Werner Schnappauf und seine Mitarbeiter/innen waren von der Kreativität begeistert, sicherten die Unterstützung des Umweltministeriums zu und hatten noch einige Fragen zur Kampagne und zu den Ernährungsgewohnheiten von jungen Menschen.

Letztes Thema war die so genannte Grüne Gentechnik - und da gingen die Meinungen doch etwas auseinander. Zwar hat die CSU-Fraktion und die Staatsregierung in Sachen Gentechnik fast schon eine 180-Grad-Drehung innerhalb eines halben Jahres vollzogen (siehe Entschliessung der CSU-Landtagsfraktion) (48 kB, PDF-Datei). Trotzdem sieht Schnappauf leider in der Gentechnik Potenziale bei der Züchtung von besseren Energiepflanzen, die der Beimischung in Benzin dienen sollen.

An dem Gespräch nahm mit Maria Kuczera, Annemarie Räder, Ulrich Kreidenweis, Flo Naumann und Horst Schiller der gesamte JBN-Landesvorstand, außerdem JBN-Geschäftsführer Bernd Orendt teil. Vom Umweltministerium waren dabei: die Leiterin der Abteilung "Nachhaltige Entwicklung" Frau Nießen, die Leiterin des Referats "Ernährung" Frau Dr. Rust, und der stellvertr. Leiter des Referats "Gentechnik" Herr Dr. Heublein.

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