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07.12.2011

Längste Castor-Blockade aller Zeiten

Noch nie war ein Castor so lange ins Wendland unterwegs wie dieser. Geschlagene fünf Tage und sechs Stunden brauchte der Atommüll von La Hague bis ins Zwischenlager in Gorleben. 15 Aktive der JBN sind mit einem eigenen Bus angereist und haben mit friedlichem Widerstand gezeigt, dass der Widerstand gegen Atomkraft erst an dem Tag ruhen kann, an dem kein weiteres Gramm Atommüll mehr produziert wird.

Ein starkes Zeichen nach dem sog. Ausstieg
Tausende Anti-Atom-AktivistInnen blockierten den Transport, darunter auch zahlreiche BUNDjugendliche aus allen Himmelsrichtungen. Sie waren nicht nur für die Großdemonstration mit 25.000 TeilnehmerInnen angereist, sondern machten es sich bei unterschiedlichen Blockaden mit Isomatten und Schlafsäcken bequem zum Sitzenbleiben.

Die Blockade
Die letzte Nacht auf der Straße vor Gorleben wurde durch einen Diskowagen von Robin Wood, selbstgebackenen Plätzchen einer Anwohnerin, einem Lagerfeuer und Klaus dem Geiger verkürzt – und natürlich vom Gefühl, dass wir viele sind und unabhängig von Alter und Herkunft daselbe Ziel verfolgen.

Warum noch protestieren?
Von viele Reporter und Kommentatoren wurde erwartet der Atomausstiegsbeschluss und das schwarz-gelbe Versprechen nach einer “offenen” Endlagersuche würden den Protestwillen der Bevölkerung eindämmen. Falsch gedacht! Niemand weiß, wohin mit dem Atommüll, während täglich weiterer produziert wird.
 “Man kann den Ausstiegsbeschluss bis 2022 keinen Konsens nennen. Ein Konsens mit uns hieße, dass an keinem weiteren Tag Atommüll produziert wird. Wir fordern seit Jahrzehnten den sofortigen Ausstieg, weil niemand das Risiko einer Reaktorkatastrophe tragen oder den Atommüll in seiner Nähe haben will”, so Martin Geilhufe (Landesvorstand der JBN). Deswegen ist aus Sicht der Jugendorganisation Bund Naturschutz gerade jetzt wichtig, sich quer zu stellen.  Denn im Bundeshaushalt 2012 ist ein zweistelliger Millionenbetrag für weitere Erkundungsarbeiten in Gorleben eingeplant und lediglich 3 Mio für die Suche nach Alternativen. Das zeigt wie ernst es die Schwarz-Gelbe Regierung meint mit ihren Ankündigungen einer ergebnisoffenen Suche.


Der Protest geht weiter
Deswegen ist ein großer Erfolg, dass sich gerade jetzt so viele Menschen mit denjenigen solidarisch zeigen, die direkt betroffen sind. Die Lebenssicherheit und Zukunft ist im Wendland gefährdet und wo die Generationengerechtigkeit  mit Füßen getreten wird, kann ein Jugendverband nicht einfach wegschauen.

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