29.11.2010
Die JBN hielt ihre Jugend-Voll-Versammlung (JVV) vom 12. bis 14. November in Würzburg ab. Rund 50 Delegierte von JBN-Gruppen aus ganz Bayern konnten hier umweltpolitische Aktionen zeigen und Beschlüsse fassen.

Am Samstagnachmittag 13.11. wurde in der Innenstadt von Würzburg eine öffentliche Konsum-Kritik-Aktion der JBN als Straßentheater veranstaltet. Unter dem Motto „Welt-Schluss-Verkauf – Konsum so lange der Vorrat reicht?“ wurde mit Humor und Satire auf die globalen Folgen des ungebremsten Konsums für das Klima und die biologische Vielfalt hingewiesen.
In einer „Konsum-Tempel-Anbetung“ inszenierten die jungen Umweltschützer eine Anbetung von großen Kaufhäusern mit einem ironischen „Konsumunser“ – ein Auszug daraus: „Unseren täglichen Konsum gib uns heute und vergib uns unsere Gier wie auch wir vergeben unserer Werbung!“
Einen lokalen Bezug schaffte die JBN-Gruppe Würzburg mit einer Protestaktion gegen Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung durch Neubauten und Konsumzonen auf der „grünen Wiese“ wie z.B. IKEA Würzburg.
Gelungener Abschluss war eine „Alternative Modenschau“ am Vierröhrenbrunnen, mit Informationen über die Produktionsbedingungen von Billigware in sogenannten Entwicklungsländern, die fatale soziale und ökologische Folgen haben. Zugleich wurden Alternativen genannt, so der Einkauf in Second-Hand-Läden oder Produkte aus dem „Naturkaufhaus Body&Nature“ in der Würzburger Rückermainstraße, die dieser den JBN-Aktiven aus Würzburg und ganz Bayern für die Modenschau gerne zur Verfügung stellte.
Die Reaktionen der Würzburger Passanten reichten von der erwarteten Überraschung und Irritation über das vorgeführte Straßentheater bis zu kritischen Diskussion über die Ziele der JBN und viele lobende Worte dazu, dass sich Jugendliche kritisch mit den globalen Folgen ungebremsten Konsums und fairen Handelsbedingungen etwa in der Textilindustrie beschäftigen.
Im weiteren Verlauf der Jugend-Voll-Versammlung wurde passend zum Thema das bundesweite Projekt der BUNDJugend und des Weltladen-Dachverbands für konsumkritische Stadtführungen „Weltbewusst“ vorgestellt. Die Aktiven wollen dieses Projekt in vielen Orten Bayerns lokal umsetzen.
Als inhaltliche Anträge verabschiedete die JBN eine aktuelle Position zur Zukunft der Freiwilligendienste wie des FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr), das auch von der JBN als Träger angeboten wird. Die Freiwilligendienste sollten gerade vor dem aktuellen Hintergrund der Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst einen Ausbau bekommen, die Nachfrage der Jugendlichen ist dabei höher als das in Bayern mögliche Angebot.
Weiterhin wurde ein Antrag zum Jahr der Biodiversität (Artenvielfalt) verabschiedet und ein landesweiter AK Zeltlager gegründet, der für 2011 im Steigerwald ein Zeltlager der JBN für ganz Bayern vorbereiten wird. Damit zeigte die JBN als größter Jugend-Umwelt-Verband Bayerns wieder ihre Vielfalt und Kreativität, sich aktiv für unsere Umwelt und Natur einzusetzen.
Und nicht zuletzt: Tobias Müller, Sprecher der sehr aktiven JBN-Jugendgruppe Bamber, wurde neu gewählt als einer von drei Vertretern der JBN im Beirat des BN (Bund Naturschutz in Bayern e.V.), nachdem Sepp Strohhofer nach einigen Jahren das Amt niedergelegt hat – danke Sepp für Deine Arbeit und alles Gute im Beirat für Tobi!
Die JBN unterstütz den Veggietag!