12.03.2011
Die Welt blickt auf Fukushima. Für viele Mitglieder der Jugendorganisation Bund Naturschutz scheint die Welt still zu stehen. Wir haben Tschernobyl nicht erlebt und doch: Der Schrecken sitzt tief. Dabei ist noch gar nicht recht angekommen, dass in Japan der Zeit 5 Reaktoren ohne Kühlung sind und auch ein atomares Zwischenlager beschädigt wurde.
Was können wir tun?
Die Informationspolitik der Japanischen Regierung ist widersprüchlich. Was genau der Fall ist und welche Maßnahmen in den überfluten und chaotischen Regionen Japans möglich sind ist schwer zu sagen. Aber eins kann mit Sicherheit gesagt werden: Die Situation wäre schon ohne die schmelzenden AKWs schrecklich. Es wäre besser, es gäbe sie gar nicht.
Für Fukushima werden am kommenden Montag den 14. März in der gesamten Bundesrepublik Mahnwachen abgehalten. Jeder und jede kann dort der Betroffenheit Ausdruck verleihen.
Die JBN wird dich informieren, sobald wir selbst bessere und gesicherte Informationen haben. Bis dahin gibt es eine Brauch in der Antiatom-Bewegung: Kraniche falten.
Der Brauch geht auf ein Mädchen zurück. Sie war zweieinhalb Jahre alt, als die USA Atombomben auf Japan abwarfen. Sie hieß Sadako Sasaki. Als sie 12 Jahre alt war, erkrankte sie an Leukämie, eine bei Überlebenden eines Atombombenabwurfs häufige Erkrankung. Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme. Sadako begann daraufhin, während ihres Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten, um ihren Wunsch erfüllt zu bekommen, gesund zu werden. Innerhalb von nur einem Monat hat Sadako Sasaki 1000 Kranische gefaltet. Sie starb am 25. Oktober 1955 im Alter von 12 Jahren an den Folgen der atomaren Strahlung.
Aufruf der JBN sich an den Mahnwachen für Fukushima zu beteiligen.
Die JBN unterstütz den Veggietag!