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18.08.2011

Feuer in den Alpen: Für nachhaltige Entwicklung!

14 Aktive der JBN und des BN 2.0 wanderten mit einem Rucksack voller Ideen zum Feuer in den Alpen auf den Hochgern. Nach einem zwei stündigen Aufstieg trafen die Naturschützer schnell alle Vorbereitungen für die Protestaktion: Ein 30 Meter hohes Mahnfeuer.

Aber nicht nur am Hochgern brannte ein Mahnfeuer, auf vielen Gipfel in den verschiedenen Ländern brannten entlang der gesamten Alpenkette Mahnfeuer zum Schutz der Alpen. Die Aktiven der JBN hatten sich ein ganzes Wochenende vom 12.-14.08. mit den aktuellen Fragen des Umweltschutzes in den Alpen befasst: Transitverkehr, Pumpspeicherseen, harter Massentourismus, Waldsterben, bedrohte Berglandwirtschaft und Kulturlandschaft, Zerstörung der Lebensräume für Mensch und Tier, Luft- und Wasserverschmutzung wurd erörtert. Dabei standen vor allem zwei zentrale Fragestellungen im Mittelpunkt:

 
1. Warum zieht es Menschen in die Alpen?
2. Welche Regularien müssten getroffen werden um die Alpen nachhaltig zu entwickeln?
 

Die Teilnehmer des Seminars erachteten folgend Gründe als Hauptursachen für den Zuzug in den Alpenraum: Reduzierung auf`s „Überlebenswichtige“, Sehnsucht nach Freiheit, Urgewalt, Sport (Mountainbiken, Klettern, Wandern…) Hauch von Wildnis, mit Freuden was unternehmen, Ruhe, vom Alltag erholen, Gegensatz zum Leben in der Stadt…..Symbolisch haben die Teilnehmer am Gipfel des Hochgerns ihre Handys und technischen Geräte weggeworfen (siehe Bild)

Folgende Regularien wurden in der Gruppe erarbeitet, um den Alpenraum nachhaltig zu entwickeln:
a. Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern um den generell bewussten Umgang mit Ressourcen in der Alpenregion zu heben (ganz konkret z.B.: Abschaffung der Schilager in Schulen, Einführung von nachhaltigen Aktionen vor Ort für Kinder und Jugendliche zum Schutz der Alpen)
b. Erhöhung der Erreichbarkeit des Alpenraums stoppen ? Restriktive Rahmengesetzgebung gegen die weitere Erschließung des Alpenraums
c. Finanzmittelumschichtung:  Weg von Wege-, Liftbau… hin in Richtung nachhaltige Regionalprojekte wie z.B. Förderung der ökologischen Almwirtschaft, Vergünstigungen bei öffentlicher Anreise….
d. Lokale Vernetzung unterschiedlicher Interessensgruppen um Akzeptanz und Verständnis zwischen den Akteuren zu fördern, und gemeinsam an einem Strang zu ziehen


Ziel der Regularien sind die Alpen in 50 Jahren: Sie sollen ihren Wildnischarakter behalten, da die Alpen der einzige große zusammenhängende, sensible Naturraum in der Mitte Europas ist, der überhaupt Wildnisaspekte aufweist.

Weitere Infos zur nachhaltigen Zukunft der Alpen gibt’s hier: http://www.cipra.org/de

 

Bildergallerie: Feuer in den Alpen: Für nachhaltige Entwicklung!

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