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06.11.2008

Die neuen Ansätze der Enquete-Kommission

Wegweisende politische Handlungsempfehlungen finden sich im Kapitel "Jugend und Ökologie" im offiziellen Abschlussbericht der Enquete-Kommission "Jungsein in Bayern" des Bayerischen Landtags. JBN-Geschäftsführer Bernd Orendt beriet die Abgeordneten als sachverständiger Experte.

Landtagsgebäude

Zunächst finden sich einige Empfehlungen zur finanziellen Ausstattung der Jugendumweltbildung:

  • Deckung des erforderlichen Bedarfs an Umweltbildung durch ausreichende Personalkostenzuschüsse an freie Träger.
  • Bedarfsgerechter Ausbau des Fördertitels Jugendbildungsmaßnahmen, um Jugendorganisationen bessere Möglichkeiten zu bieten, Jugend-Umweltbildung anzubieten.
  • Kontinuierlicher Ausbau der Fördermittel für Umweltbildungsmaßnahmen und Umweltprojekte.
  • Um die Planungssicherheit zu verbessern, müssen mehrjährige Projektförderungen ermöglicht werden.
  • Die Fördermittel für das Freiwilligen Ökologische Jahr (FÖJ) sollen kontinuierlich erhöht werden.

Ganz neu ist aber das Eingeständnis der Politik, dass Umweltbildung für Kinder bis zu 12 Jahren "für langfristiges, umweltgerechtes Verhalten notwendig, aber nicht ausreichend ist." Weiter schreiben die Abgeordneten im Bericht: "Die Zielgruppe Jugendliche muss in weit stärkerem Ausmaß erreicht werden als bisher, da im Alter von 12 bis 18 Jahren durch Sozialisationsprozesse langfristige Einstellungen und Verhaltensweisen geprägt werden.

Um das zu erreichen fordert die Enquete-Kommission:

  • "neue Formen und Methoden, die nicht dazu führen, dass sie nur punktuell von Jugendlichen konsumiert" werden
  • eine finanzielle Unterstützung "von Jugendumweltmedien in Form von Zeitschrift und Homepage", da Umweltbewusstsein viel mit Lifestyle und dieser wiederum mit Medien zu tun hat
  • "fachliche und konzeptionelle Weiterentwicklung der Umweltbildung und stärkere Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Praxis."

Die JBN begrüßt die politischen Handlungsempfehlungen im Abschlussbericht der Enquete-Kommission ausdrücklich - sind sie doch zum Großteil genau die Forderungen, die die JBN seit Jahren an die Politik und an die Akteure der Umweltbildung in Bayern stellt.

Die Enquete-Kommission "Jungsein in Bayern - Zukunftsperspektiven für die kommenden Generationen" wurde am 10. Mai 2005 eingerichtet, um ausgehend von den Lebenslagen junger Menschen, darzulegen, welche Schwerpunkte zukünftig für die Jugendpolitik in Bayern zu setzen sind. Auf der Sitzung der Enquete-Kommission am 24. Mai 2007 war JBN-Geschäftsführer Bernd Orendt als sachverständiger Experte eingeladen. Außerdem berieten Bernd Orendt und JBN-Bildungsreferentin Sonja Strohmenger die Enquete-Kommission bei der Redaktion des Abschlussberichts.

Hier kannst du dir den vollständigen Abschlussbericht anschauen.

Hier die Seiten 195 bis 202 mit den Erörterungen zum Kapitel M "Jugend und Ökologie"

Und hier die Seite 225 mit den Handlungsempfehlungen zum Kapitel M "Jugend und Ökologie".

Und hier kommst du zur Website der Enquete-Kommission im Bayerischen Landtag.

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