12.09.2011
Für alte Hasen und junges Gemüse: Grüne Netzwerker, auf geht’s zum Z’AMMSTEH! am 17. und 18. September 2011 in Landshut – Mit seinem neuen Projekt will das Netzwerk BN 2.0 verschiedene Generationen zum Erfahrungsaustausch zusammenbringen
Fuf dem „Fest der Generationen“ auf der Mühleninsel am Samstag, 17. September, ab 11.00 Uhr können jung und alt erst einmal zünftig feiern. Rund um die BN-Linde lässt sich handgemachte Musik genießen, und es gibt Spiel und Spaß für groß und klein. So werden zum Beispiel vergessene Kinderspiele wie das Brack’ln zum Leben erweckt und Erwachsene können sich im Zwetschgenkernweitspucken versuchen. Altes Handwerk wie die Kunst des Sensendengelns und Sensenwetzens präsentiert der Förderverein Heimat- und Handwerksmuseum Rottenburg e. V., auch das Mähen mit der Sense will neu entdeckt und ausprobiert werden – deshalb unbedingt die alte stumpfe Sense zum Schleifen mitbringen. Eine Fotoausstellung gibt Aufschluss über die Entwicklung der Landschaft rund um Landshut in den letzten Jahrzehnten, der BN 2.0 zeigt die „Landkarte des Artenschwundes“ und das Wasserwirtschaftsamt präsentiert das Landshuter Isarspiel. Wer kennt heute noch alte Haustierrassen? Auf dem Generationenfest kann man seltene Exemplare dieser Rassen kennenlernen. Der Imkerverein Landshut präsentiert seine Arbeit an einem Bienenstock und Märchenerzählerin Lilith versetzt Gäste jeden Alters in geheimnisvolle Welten. Lisa Fleischmann, Expertin für Heilkräuter und Wildfrüchte, weiß Interessantes über deren Anwendung und Wirkung zu erzählen.
Für den Samstagabend (17. September) steht eine Podiumsdiskussion im Gasthaus „Zur Insel“ in Landshut auf dem Plan, informierte Philipp Herrmann. Personen aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz sprechen zum Thema „Vom Kassenwart zum Flashmob-Aktivisten – Umweltschutzengagement im Jahr 2011“ und diskutieren anschließend mit den Gästen zur Problematik „Jung und aktiv im Naturschutzver-band? - Fehlanzeige!“ Es geht um Fragen rund um die Themen Generationenkonflikt, passende Verbandsstrukturen und neue Formen des Engagements. Die Referenten: Sören Janssen, Leiter des DBU-Projekts „Nachwuchsförderung für die Umweltbewe-gung“, Bernd Orendt, Leiter von Umweltkommunikations- und Kulturprojekten, Lioba Degenfelder, Mitbegründerin und Sprecherin des Netzwerks BN2.0 und Bildungs-referentin der JBN, Winfried Berner, Unternehmensberater und Mitglied im BN-Landesvorstand, und Paul Riederer, langjähriger Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Landshut und „Urgestein“ der bayerischen Umwelt- und Anti-Atombewegung.
Wie immer gehört bei BN2.0 zur Theorie auch die Praxis dazu, meinte BN 2.0-Sprecher Herrmann. So findet am Sonntag, 18. September, von 9.30 bis 16.30 Uhr in der Poschingervilla, Gestütstraße, ein Praxistag zum Thema „Twitter, flashmob, guerilla gardening – Neue Formen des Protests“ statt. Hierbei können die „Alten“ von den „Jungen“ lernen, aber natürlich können auch junge Leute vom Expertenwissen der jungen Referenten profitieren. Was ist ein Flashmob? Wie organisiere ich eine Demo über Facebook und Twitter? Welche Alternativen gibt es zum Infostand in der Fußgängerzone? Nach Impulsreferaten durch die Referenten werden in Kleingrup-pen neue Aktionsformen entwickelt und vorgestellt. Über ihre Projekte, Aktionen und Ideen sprechen Bernd Orendt, Franziska Schmuck, Diplom-Pädagogin, NLP-Master und langjährige BN- und BN 2.0-Engagierte, Damien Perrot, Referent für Veranstal-tungen und Öffentlichkeitsarbeit im Non-Profit-Bereich und Florian Sperk, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Jugendorganisation Bund Naturschutz. Anmeldung zum Praxistag unter philherrmann@persilos.de.
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