24.05.2011
Am vergangen Samstag den 21. Mai tagte die CSU zusammen mit Kanzlerin Merkel in Kloster Andechs. Diese Gelegenheit ließ sich die JBN nicht nehmen und läutete in Atom-Perchtenkostümen den energiepolitischen Frühling in Bayern ein. Doch der atomare Winter sollte schnell wieder Einzug halten und in bitter kalten Schauern durch die Bayerische Politik fegen.
Gerade hatte die Jugendorganisation Bund Naturschutz die Atom-Teufel vom heiligen Berg Kloster Andechs getrieben und freute sich, dass nur noch vier von 17 AKWs am Netz waren. Da verkündete die CSU ein Ausstiegsdatum mit Hintertürchen und ohne radikalen Kurswechsel hin zu den Erneuerbaren. Nicht nur sollen die AKWs noch ganze 10 Jahre am Netz bleiben, sie sollen auch noch durch neue Gaskraftwerke ersetzt werden. Dieser nicht sonderlich ökologische Umstieg wird nach den Plänen der CSU auch noch ständig evaluiert werden, damit im Bedarfsfall die AKWs noch einmal hochgefahren werden können. Der Ausstieg aus der Atomkraft sieht anders aus.
Die Bayerische Bevölkerung und auch die vielen Pilger und Touristen waren am Samstag begeistert von der Perchten-Aktion und sprachen der Jugend viel Mut und viel Ausdauer zu. Die wird die JBN leider auch brauchen. Denn der energiepolitische Sommer wird noch auf sich warten lassen. Neue Gaskraftwerke bedeuten nämlich, dass die Klimabilanz Bayerns noch bis in die Mitte dieses Jahrhunderts hinein geprägt sein wird durch CO2 für Strom. Und auch der Umstieg auf Windkraft wird in Bayern nicht sonderlich ambitioniert angegangen: Die bisherigen bremsenden Planfeststellungsverfahren werden wohl nicht angetastet werden.
Aber die JBN-Perchten werden wieder kommen und auch die letzten Atomteufel in Bayern austreiben und den Weg frei machen für Sonne, Wind und Wasser – kurz für den energiepolitischen Sommer!
Die JBN unterstütz den Veggietag!