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24.03.2006

100 Jahre Umweltschutz in Bayern - kein Grund zum Feiern

Die JBN beteiligte sich am 24. März 2006 zusammen mit der Jugend des Deutschen Alpenvereins und mit der Naturschutzjugend im LBV an dem Festakt "100 Jahre kooperativer Naturschutz in Bayern" der Bayerischen Staatsregierung. JBN-Landesvorstand Horst Schiller diskutierte mit Ministerpräsident Edmund Stoiber und Umweltminister Werner Schnappauf. Doch die JBN sieht die Jubelveranstaltung sehr kritisch. "Eigentlich besteht kein Grund zum Feiern, wenn man den Zustand der Natur um 1906 mit dem heutigen Zustand im Jahr 2006 vergleich", meint Horst (besser bekannt als Hotti). Und dann gab es noch einen kleinen Skandal.

Horst Schiller in der DiskussionMinisterpräsident Edmund Stoiber mit Horst Schiller

An dem Zustand der Natur in Bayern trägt insbesondere die Staatsregierung ganz aktuell eine große Mitschuld und ist, nach Meinung der JBN, nicht bereit aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. So würde die Kanalisierung der Donau einmalige Auwälder unwiederbringlich zerstören.

"Momentan werden Milliarden an Euro in unsinnigen Projekten verschleudert und ein paar Peanuts für den Umweltschutz ausgegeben. Allein mit den 32 Millionen Euro Fördermittel, die die Staatsregierung für den Ausbau des Regionalflughafens Hof zugesagt hat, könnten 3000 junge Menschen mehr ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen.", so JBN-Landesvorstand Horst Schiller zu Ministerpräsident Edmund Stoiber. Stoiber viel nicht mehr ein, als ihn zu verbessern: "Es sind 31,8 Millionen Euro".

Sehr empört waren die drei ökologischen Jugendverbände darüber, dass eine von ihnen erarbeitete Resolution, die Stoiber und Schnappauf übergeben werden sollte, beim Festakt einfach vom Umweltministerium unter den Tisch fallen gelassen wurde. JBN, JDAV und NAJU hatten auf Nachdruck des Umweltministeriums die Resolution "staatstragend" formuliert, da sie die Basis für einen Nachfolgeprozess zwischen Umweltministerium und Umweltverbänden zum kooperativen Naturschutz sein sollte. So hatte es das Umweltministerium geplant. Doch bei dem Festakt in der Münchner Residenz kam es dann anders...

Lest dazu auch den SZ-Kommentar (37 kB, PDF-Datei), der uns mit freundlicher Genehmigung durch die Süddeutsche Zeitung Content zur Verfügung gestellt wurde.

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