Über 60 motivierte Leute waren bei der Jugendvollversammlung (JVV) der JBN letztes Wochenende in Nürnberg! Tolle Aktionen zur kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen, Gespräche mit dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz (BN) Hubert Weiger und Preisverleihung mit Minister Söder an das Projekt „Fahrrad-Aktions-Tag Erlangen“. Diese JVV hatte es in sich.




Am Freitag Abend war Prof. Dr. Hubert Weiger zu Gast – Vorsitzender des BN und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). In einer lebendigen Diskussion ging es mit den jungen JBNlern aus ganz Bayern um die umweltpolitische Lage nach der Bundestagswahl. Einigkeit herrschte darüber, dass der mögliche Ausstieg aus dem Atomausstieg und die damit verbundene Verlängerung der AKW-Laufzeiten ohne Klärung der Endlagerfrage sehr kritisch zu bewerten ist. Hier wollen sich die JBN-Aktiven als Teil einer neuen Anti-Atom-Generation weiter durch Lobby-Arbeit und öffentliche Aktionen für eine Energiewende einsetzen.
In der Innenstadt von Nürnberg machte die JBN am Samstagmittag mit kreativen Aktionen auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen aufmerksam. Unter dem Motto „Das Nürnberger Christkindl wünscht sich für die Klimakonferenz“ sammelten die JBN-Aktiven Unterschriften und Wünsche von Passanten. Diese, in einer großen Schatzkiste gesammelten Forderungen, werden im Dezember von JBN-Delegierten in Kopenhagen an die deutsche Regierungsdelegation übergeben. Unter dem Thema „5 vor 12“ führte eine weitere Gruppe von Aktiven ein kreatives Theaterstück auf. Eine „menschliche Uhr“ machte die Passanten darauf aufmerksam, dass die Zeit um das Klima zu retten abläuft.
Der 1. JBN-Preis für „Herausragende Projektarbeit“ wurde am Samstagnachmittag verliehen. Die Laudatio hielt der bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder (CSU). Geehrt wurde damit eine Schulklasse aus Erlangen, die im Juli 2009 einen Aktionstag „Fahrrad sta(d)tt Auto“ veranstaltet hatte. Neben Differenzen wie bei der Atompolitik ergaben sich bei dem Zusammentreffen der JBN mit Umweltminister Söder aber auch Gemeinsamkeiten: Beifall fand nicht nur seine klar ablehnende Haltung zum Donauausbau. Auch seine Hoffnung und Mahnung, die Klimakonferenz in Kopenhagen dürfe nicht wie viele vorherige UN-Konferenzen nahezu ergebnislos verlaufen, fand bei den Anwesenden Zuspruch. Ein von der JBN präsentiertes Gstanzl brachte diese Frage auf den Punkt: „Für die Banken habt´s Milliarden - für'n Planeten keinen Cent!“
Im Gremium der JVV fand am Sonntag Morgen die Nachwahl von zwei neuen Mitgliedern in den JBN-Landesvorstand statt. Mit großer Mehrheit wurden die beiden 23-jährigen Studentinnen Julia Wunderlich und Theresa Bittschi gewählt. Gleichzeitig wurden mit großem Dank für ihr ehrenamtliches Engagement Isabella Miller und Annemarie Räder aus dem Landesvorstand verabschiedet.
In einem umweltpolitischen Leitantrag kritisierte die JBN, dass die neue Bundesregierung ihren Weg aus der aktuellen Wirtschaftskrise nur durch blinden Glauben an ein Wachstum ohne Rücksicht auf die Ökologie suche. Im Antrag heißt es dazu: „Wachstum bedeutet nicht zwangsläufig Wohlstand und Verzicht wiederum heißt nicht Armut!“ In einem weiteren Initiativantrag erklärt sich die JBN mit den zahlreichen Student/innen der „Bildungsstreik-Woche“ solidarisch. Außerdem ruft die JBN dazu auf, das Volksbegehren zum Nichtraucherschutz zu unterstützen.
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