Dieses Wochenende beginnt ein großes Medien-Spektakel in Vancouver und Whistler Mountain in Kanada. In den kanadischen Bergen lässt sich beispielhaft erkennen, was uns bis 2018 auch in den Alpen (Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Schönau) droht, wenn das International Olympic Committee (IOC) im Juli 2011 die Winterspiele hierhin vergeben sollte.
In Kanada sind Folgen zu besichtigen, wie sie 2018 auch bei uns drohen: Natur-zerstörungen durch kommerzialisierte Kunstschnee-Pisten, Größenwahn statt sanfter Tourismus, Straßenbau statt Bahnverkehr, hohe öffentliche Verschuldung bei hohen privaten Gewinnen des IOC aus Sponsoren-Geldern. Leider wird darüber in den Medien meist nur selten berichtet. Auch die PR-Maschinerie der Olympia-Bewerbungs-Gesellschaft 2018 ignoriert konsequent unsere ökologischen Bedenken eines solchen Wintersport-Großereignisses und übt sich allenfalls in "Greenwashing". Die ursprüngliche Idee von Olympia "Frieden und Völkerverständigung durch fairen Sport" liegt völlig begraben.
Der JBN-Landesvorstand hat wie der BN die Olympia-Bewerbung 2018 kritisch begeleitet. Wir beteiligen uns beim Bündnis NOlympia 2018, das am 11. Januar 2010 auf Initiative von MdL Ludwig Hartmann (Grüne) zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen versammelte, die aus naturschutzfachlicher Sicht erhebliche Einwände gegen das derzeitige Konzept der Bewerbung haben. Das Bündnis ist offen für weitere Verbände.
Die Webseite der kanadischen Olympia-Gegner/innen: http://no2010.com
Hier geht's zur ausführlichen Position der JBN aus 2009.