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Tierspurensuche

  • Kategorien:
  • Corona geeignet, Wahrnehmung, Wald, Wiese
  • Dauer:
  • 30-60 Minuten, kann auch ausgedhnt werden
  • Ziel:
  • Kennenlernen verschiedener Tier-Spuren und die Welt mit den Augen eines Tieres zu sehen
  • Material:
  • Seil oder Wäscheleine, unterschiedliche Tierspuren und Tier-Überreste, ein weißes Tuch, markierte Schaschlik-Spieße

Durch eine Spuren-Reise tauchen Kinder in die endlose Welt der Spuren ein und lernen selbst Spuren zu entdecken und die Geschichte hinter der Spur zu enttarnen.

Tierspurensuche

Legt oder spannt ein Seil mit ca. 10m Länge, bspw. entlang eines umgefallenen Baumstammes. Versteckt verschiedene Tierspuren unterhalb der gespannt en Leine; dazu gehören neben Trittsiegeln auch Fraßspuren, Behausungen, Losungen, Federn etc.

Erklärt Kindern, bevor ihr sie einzeln auf die Spuren-Reise schickt, was alles eine Tier-Spur sein kann. Dann schickt sie einzeln auf die Reise.  Jedes Kind soll nun im Kopf zählen, wie viele Spuren sie bei Ihrer Spuren-Reise entdecken. Danach darf jeder die Anzahl seiner/ihrer entdeckter Spuren sagen. Der oder diejenige mit der niedrigsten Zahl darf seine erste entdeckte Spur auf das weiße Tuch daneben legen. So geht es reihum, bis alle Spuren entdeckt wurden. Zu jeder Spul soll von der Gruppenleitung eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählt werden, bevor die nächste Spur enttarnt wird.

Danach sendet die Kinder mit markierten Schaschlik-Spießen los, um selbst-entdeckte Spuren zu finden. Wenn jeder 15 Minuten auf Spuren-Suche war, darf der- oder diejenige den andere Kindern seine entdeckten Spuren zeigen und etwas dazu erzählen. Animiert die Kinder, die Geschichte hinter der Spur zu lesen und werdet zu richtige Spuren-Lesen. Spuren sind nicht nur Tritt-Siegel am Boden, sondern auch z.B. leere Gallen der Fichtengalllaus, angefressenen Blätter, angeschrubbte Rinde, Kot, Gewölle, etc.

Wenn ihr eine besonders interessante Spur findet fragt folgende W-Fragen:

  • Wer … war das hier? Man muss das Tier kennen, um die Fährte lesen zu können.
  • Was … tut es da (Kunst der Interpretation)? Jeder der sich z.B. intensiv mit Pferden befasst, erkennt an der Pferdespur die Gangart wie z.B. Trapp oder Schritt. Sucht das Tier etwas, pirscht es sich gerade an, rennt es?
  • Wann … war das Tier hier? Hier sind gute Wetterkenntnisse erforderlich. Sind bereits Regentropfen, (zerstörte) Spinnennetze, kleine Erdklumpen etc. in der Spur zu erkennen?
  •  Wohin … ist das Tier gegangen? Wohin ist das Tier gegangen und wo könnte es jetzt sein? Schaue in drei Perspektiven:  Nahe am Boden, Von Stehen aus, Vogelperspektive. Schau nie ständig nach unten, es blockiert die Sicht für alles andere. Bleibe stehen wenn du eine Spur analysierst. Gehe im Leopardengang mit dem Blick nach allen Seiten.
  • Warum … war das Tier hier? Wird nie durch die Spur alleine beantwortet. Man muss seine Sichtweise erweitern. Die Spur steht meistens mit irgendwas im Zusammenhang (wandernde Lachse, Beeren, Wasser, Schutz etc....). Betrachte das „ganze Bild“, in der Natur passiert nie etwas „einfach so“!