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Fluss-Rally / Freifließende Donau

  • Kategorien:
  • Naturerlebnis
  • Dauer:
  • 1-3 Stunden
  • Material:
  • Strandgut, was das Ökosystemfluss biete, Seile und Bastelmaterial
  • Rollen:
  • Teilnehmer und Betreuer der Fluss-Rally Stationen

Die Fluss- und Auenökologie spielerisch mit allen Sinnen wahrnehmen. Stationen für ein Fluss Rally am Beispiel freifließende Donau.

Rally-Stationen um das Ökosystem Fluss kennenzulernen:

Im Folgenden sind Grundbausteine einer Fluss-Rallye am Donauufer beschrieben. Diese lassen sich beliebig erweitern und zusammestellen, beispielsweise um eine Gewässergüteuntersuchung oder eine Vogelexkursion. Die Fluss-Rally ist für die freifließende Donau entstanden, kann aber auf jeden Fluss, oder Bach übertragen werden. Ziel ist es die Teilnehmer für das Ökosystem Fluss zu sensibilisieren.

Aktionsstation - Blind am Tastseil:
Die Teilnehmer tasten sich einzeln nacheinander an einem gespannten Seil entlang. Dazu werden ihnen die Augen verbunden. Einmal steht ein Baum im Weg, beim nächsten Schritt bringt eine Bodenmulde die Spieler aus dem Gleichgewicht. Wer nicht vorsichtig einen Schritt vor den anderen setzt, fällt auf die Nase. Die Streckenwahl wird selbstverständlich an das Gruppenalter angepasst.

Wissensstation - Fließgeschwindigkeit und ihre Folgen:
Ein selbstgebautes Modell verdeutlicht, wie sich die Fließgeschwindigkeit eines Gewässers auf seine Transportfähigkeit auswirkt. Dazu werden mit dem Uferkies zwei Flussverläufe angelegt: einmal mit geradlinigem, das andere Mal mit gewundenem Verlauf. Der Wasserfluss wird mit Gießkannen erzeugt.
Die Teilnehmer ermitteln die unterschiedlichen Fließeigenschaften durch Beobachtung und indem sie die Zeit messen. Anschließend können sie den Flussverlauf verändern und feststellen, welche Folgen das hat. Die Konsequenzen einer Flussbegradigung werden beschrieben:

-Fließgeschwindigkeit und Transportfähigkeit des Gewässers erhöhen sich
-Das Flussbett vertieft sich
-In der Umgebung sinkt der Grundwasserspiegel
-Die Vegetation der Umgebung verändert sich
-Die Lebensbedingungen und der gesamte Lebensraum verändern sich

Varianten: Je nachdem, welche Zusammenhänge gezeigt werden sollen, kann das Modell beliebig variiert werden. Eingebaute Staustufen verdeutlichen die Folgen für den Fluss. Verschieden große Kieselsteine beeinflussen die Tiefe des Flussbettes. Pflanzen und Tiere werden in Miniaturen nachgebildet.

Aktionsstation – Kletterseil:
Die Paddel des Boots sind beim letzten Hochwasser im Baum hängen geblieben. Da muss mindestens ein Gruppenteilnehmer am Seil hochklettern, um sie wieder zurückzubekommen.

Aktionsstation - Schaffung eines Auenkunstwerks:
Die Müpfe suchen sich Materialien, die ihnen zum Bau eines natürlichen Kunstwerks geeignet erscheinen: Steine, Äste, Lehm, Wasser, Blätter ...

Fragen an die Teilnehmer während der Fluss-Rally:


Die große Gefahr – Segen und Fluch:

Von jedem Fluss geht eine große Gefahr aus. Dazu kommt es vor allem im Frühjahr und bei lange anhaltenden Regenfällen.
-Vor welcher Gefahr musst du dich unter solchen
Umständen besonders in Acht nehmen?
-Welchen Nutzen birgt diese Gefahr jedoch in sich?

Was für dich eine Gefahr darstellt, bedeutet für sehr viele Pflanzen und Tiere die Lebensgrundlage! Durch dieses Ereignis bedingt, entsteht ein einzigartiger Lebensraum. Dort findest du dicht beisammen so viele verschiedene Tiere und Pflanzen, wie du sie sonst auf keiner Wiese und in keinem Wald finden wirst.
-Wie heißt dieser Lebensraum?

Steter Tropfen höhlt den Stein:
Wenn du barfuß über die Insel gehst, läufst du an manchen Stellen angenehm auf weichem Sand und Matsch, an anderen über große und kleine Kiesel.
-Welche Geschichten können dir diese Kiesel über
ihre Herkunft erzählen?
-Warum gibt es eigentlich Kiesel, Sand und Ton?

Vom Nutzen der toten Pflanzen:
Obwohl er sein Leben schon lange ausgehaucht hat, war sein Ende nicht vergebens.
Der dicke, tote Stamm ermöglichte es einem ehemaligen Bewohner der Insel, sein Haus dort zu bauen.
-Wie hieß dieser großartige Baumeister?
An wen hat er seine Behausung weiterverschenkt?
-Woran hast du erkannt, dass ein Nachmieter
eingezogen ist?

Fressen und Gefressen werden – Wer war der Räuber?
Eine Insel, so denkt man vielleicht zunächst, wäre ein sicheres Zuhause vor bösen Räubern. Diesem Irrtum erlag auch ein Inselbewohners. Denn der Räuber kam über die Lüfte.
-Wer/was wurde heimgesucht?
-Welche Fakten wiesen auf das Verbrechen hin?
-Was war passiert?
-Wer war der Räuber?

Ein einzigartiger Schatz an der Donau:
Nicht nur auf der Insel, sondern auch im Fluss pulsiert das Leben. Darüber etwas zu erfahren, ist gar nicht so einfach. Von einigen Bewohnern des Flusses findest du jedoch leicht Spuren. Es handelt sich um Muscheln und Schnecken, deren leere Schalen und Gehäuse am Inselstrand angespült werden.
-Welche Muscheln und Schnecken konntest du finden?
-Sicher war darunter auch eine Kostbarkeit, die es fast nur noch an diesem Fluss gibt. Etwa eine Schnecke mit einem äußerst klangvollen Namen.
-Wie lautet ihr werter Name?
-Welche Ansprüche hat sie an die Qualität ihres Zuhauses?
-Lasst doch alle gemeinsam ihren Namen erschallen!