Waldsterben 2.0

Die Klimakrise zeigt sich auch in Bayern. Sichtbar wird sie nicht nur durch schmelzende Gletscher, sondern vor allem durch länger anhaltende Trockenheit, Wärme oder extreme Niederschlagsereignisse. Die Folgen sieht man vor allem im Wald.
Angesichts der dramatischen Ausmaße, die das Sterben von Bäumen und teilweise ganzer Wälder in verschiedenen Waldgebieten Bayerns angenommen hat, fordert die JBN die Politik auf, das Klima endlich wirkungsvoll zu schützen!

Lasst uns gemeinsam den Wald retten mit all seinen kostbaren Fähigkeiten, die er uns schenkt, wie z. B. Schutz des Trinkwassers, Schutz vor Hochwasser, Bodenschutz, Reinigung unserer Luft u. v. m.
Bei der Komplexität dieses Ökosystems kann es keine einfachen Lösungen geben. Also lasst uns gemeinsam anpacken! Und ruft der Politik laut und deutlich zu: Rettet unseren Wald!

Wir als Jugend fordern:

1. Waldsterben 2.0 durch wirksame Klimaschutzmaßnahmen stoppen
2. Waldumbau von Nadelmonokulturen zu standortgerechten Laubmischwäldern muss Vorrang haben
3. Wald vor Wild, denn nur so kann die Naturverjüngung der Laubbaumarten groß werden
4. Schützen vor Nutzen - Im Klimaspeicher Staatswald muss Gemeinwohl Vorrang bekommen
5. Mehr Forstpersonal, um Waldbesitzer*innen und Kommunen beim Waldumbau beraten zu können, außerdem dürfen die Reviere nicht noch größer werden, um eine gute Betreuung gewährleisten zu können
6. Waldflächen nach Extremereignissen schonend behandeln, um Bodenerosion zu vermeiden
7. Wälder ökologisch verträglich bewirtschaften, Holz schonend ernten, keine Begiftung von Wäldern
8. Kompetenzen in Laubholzwirtschaft und –verwertung ausbauen
9. Naturwälder auf zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche zulassen
10. Mehr Forschung und Anbauversuche, um herauszufinden, welche Baumarten zukünftig in unseren Wäldern überleben werden