Sauberes Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser

WASSER:WERT

KAMPAGNE GEGEN WASSERPRIVATISIERUNG UND FÜR SAUBERES (TRINK-) WASSER

Was ist Wasser wert?

Wasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen – so lautet die Überschrift des sechsten Ziels für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
Firmen wie Nestlé und Coca Cola kaufen jedoch Wasserquellen in ärmeren Ländern auf, weil diese sich nicht gegen Wasserprivatisierungen schützen können. Die Folge: Vor Ort verdurstet die Bevölkerung, während in Deutschland überteuertes Wasser aus eben diesen Ländern in Plastikflaschen verkauft wird, die zudem unsere Meere belasten. Sauberes Trinkwasser scheint durch Wasserprivatisierung immer mehr zur Ware zu verkommen, statt als ein Gut betrachtet zu werden, das für alle Menschen verfügbar sein sollte.

Gleichzeitig wird die Wasserqualität überall in der EU durch wirtschaftliche Interessen bedroht. 

Deshalb wird es auch in Deutschland immer schwieriger, unsere bisher gute Trinkwasserqualität zu erhalten. Vor allem die konventionelle Landwirtschaft mit Massentierhaltung, Kunstdünger und Pestiziden beeinträchtigt unsere Wasserqualität. Aber auch Reste aus Haushalten, Gewerbe und Industrie finden sich in unserem Wasser. So muss unser Trinkwasser immer aufwendiger von Rückständen wie Nitrat, Chemikalien, Arzneimittelresten, Mikroplastik und mehr gereinigt werden.

Auch Badeseen hingegen leiden langfristig darunter:
In Sachsen musste man wegen multiresistenter Keime Badeverbote ausstellen. EU-weit sollen Regelungen unser Wasser schützen - dennoch werden oft Interessen der Industrie vor den Schutz eines unserer wichtigsten Güter gestellt. 

Unsere Kampagne kämpft für eine sehr klare Botschaft: Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht und Grundlage für eine gute Lebensqualität. Es ist kein Produkt, das nur denen offen steht, die es sich leisten können.

 

LOBBYISMUS BEDROHT UNSER TRINKWASSER – DAS PROBLEM AUF EU-EBENE

Sauberes Trinkwasser ist essenziell für eine gute Lebensqualität. Um unser Wasser zu schützen, gilt daher EU-weit die sogenannte Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). 

Alle Mitgliedsstaaten der EU hatten sich geeinigt, bis 2015 für alle Gewässer einen „guten Zustand“ zu erreichen. Doch passiert ist kaum etwas. 

Am 20./21. September 2018 entscheidet die EU daher über die Zukunft unseres Wassers. Auch Deutschland stimmt darüber ab, ob die wichtigen Gesetze zum Schutz unseres Wassers stark bleiben oder nicht. Dies wäre fatal, da die Umsetzung dieser Regelungen bis jetzt auf Freiwilligkeit basiert. Wir fordern daher gemeinsam mit dem BUND dass die europäische WRRL verbindliches nationales Recht wird. Der Ausgang ist völlig offen. 

Deswegen müssen wir jetzt dringend handeln!

Protestieren Sie jetzt bei Umweltministerin Svenja Schulze: Frau Schulze, setzen Sie sich für einen starken Wasserschutz ein! Retten Sie unser Wasser! Zur Petition geht es hier entlang!

 

VERÄNDERUNG FÄNGT ZU HAUSE AN - UNSERE KAMPAGNE "FAIRES WASSER FÜR DIE STADT"

Mehr Wasser, weniger Plastik

Veränderung fängt zuhause an - deswegen fokussieren wir uns mit einer Kampagne auch auf München. Auf lokaler Ebene fordern wir sauberes Trinkwasser, das allen Münchner*innen überall frei zur Verfügung steht. Daher unterstützen wir zum einen den Antrag im Stadtrat 14-20/V11727 - Anlage 23, gestellt am: 11.05.2018 "Ausweisung und Betrieb von 12 Trinkwasserbrunnen im Innen- bzw. Altstadtbereich" in München.Zusätzlich fordern wir aber auch den Ausbau freier Trinkwasseranlagen in öffentlichen Betrieben, und dass München endlich wie viele Großstädte nachzieht und alle öffentliche Betriebe mit dem Refill-System ausstattet. Den Plastikberg können wir nur verhindern, wenn Menschen auch gute und faire Alternativen bekommen.

Verantwortung übernehmen - und das global 

Nestlé und Co. kaufen Wasserquellen in Afrika auf und verkaufen uns dieses Wasser dann teuer in Plastikflaschen, während die Menschen dort verdursten. Gleichzeitig betreiben solche Firmen "green washing", sie spenden also kleine Beträge um sich und ihren Namen wieder "rein zu waschen". München ist Teil des Biostadt Projektes - daher fordern wir ebenso, dass die Stadt München globale Verantwortung übernimmt und Unternehmen, die an Wasserprivatisierung und der Unterdrückung von Arbeiter*innen beteiligt sind, aus dem Vertrieb öffentlicher Einrichtungen nimmt. Daher rufen wir zum Verkaufsboykott von Coca Cola und Nestlé Produkten in allen öffentlichen Münchner Einrichtungen auf. Es gibt genügend fair produzierte und lokale Alternativen um diese Produkte zu ersetzen.