Klimawandel erklärt

Was ist der Klimawandel?

Klimawandel gab es auf der Erde schon immer. Da diese Erwärmungen und Absenkungen der Temperatur sehr langsam passierten, hatte die Natur immer genug Zeit, sich auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten. Doch zurzeit hat es die Erde mit einer von Menschen gemachten globalen Erwärmung zu tun. Diese geht im Vergleich zu den früheren Wandeln sehr schnell vonstatten, was katastrophale Folgen für Umwelt, Tiere und Menschen nach sich ziehen könnte.
In den letzten 100 Jahren haben Forscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von ungefähr 0,8°C gemessen. Bis zum Jahr 2100 wird durch den Klimawandel mit einem Anstieg von bis zu 6,5°C gerechnet, wenn nichts dagegen getan wird. Schon ab 2°C wird es zu gravierenden Auswirkungen kommen, wie Jahrhundertfluten, Dürren und gigantischen Wirbelstürmen. Der Klimawandel entsteht durch den Treibhauseffekt.

Was ist der Treibhauseffekt?

Die Erde wird von einer unsichtbaren Lufthülle der Atmosphäre umgeben. Die Atmosphäre besteht aus verschiedenen Treibhausgasen, wie z.B. Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4). Wenn die Sonne auf die Erde scheint, treffen die Strahlen die Erdoberfläche und werden von ihr reflektiert. Die meisten Strahlen werden zurück ins Weltall geworfen, doch einige bleiben in der Atmosphäre „hängen“ und erwärmen nun die Erde.
Den Treibhauseffekt gab es wie auch den Klimawandel schon immer. Aber wenn durch den Menschen immer mehr Treibhausgase (vor allem CO2) in die Atmosphäre gelangen, bleiben immer mehr Strahlen dort „hängen“ und die Erde erwärmt sich immer stärker.

Wie verursacht der Mensch die Erderwärmung?

Der Mensch verursacht den Treibhauseffekt und damit die Erderwärmung, auf viele verschiedene Weisen. Die zwei schlimmsten Ursachen sind CO2  und Methan.
 Mit Flugzeugen, Autos und Fabriken pustet der Mensch sehr viel CO2 in die Luft.
Doch auch durch die Landwirtschaft oder den Energieverbrauch gelangt das schädliche Treibhausgas an die Luft. Methan zum Beispiel ist ein wahrer Klimakiller, das vor allem von Rindern ausgestoßen wird. Ein Methan-Molekül schadet dem Klima ca. 40-mal mehr als ein Kohlendioxid-Molekül. Regelmäßiger Fleischkonsum ist also auch sehr schädlich für das Klima.

Woher weiß man, dass es die Klimaerwärmung wirklich gibt?

Durch die sogenannten Eiskernbohrungen können Wissenschaftler belegen, dass die Erde zurzeit eine globale Erwärmung erlebt. Bei Eiskernbohrungen bohren Forscher tief ins Grönland-, Arktis- und Antarktiseis, um Eis hervorzuholen, das vor tausenden und hunderttausenden von Jahren entstanden ist. In den Eisproben sind kleine Luftbläschen eingeschlossen, an denen die Wissenschaftler erkennen können, wie hoch die CO2-Konzentration auf der Erde war, als die Probe entstanden ist. Herausgefunden haben die Forscher, dass es auf der Erde noch nie eine höhere Konzentration des Treibhausgases gab als heute.

Was passiert mit unserer Erde?

Der Klimawandel hat viele Folgen, von denen die meisten BISHER vor allem arme Menschen in Afrika und Asien betreffen, da durch die Wetterveränderungen die Ernten schlechter werden und der Regen immer öfter ausfällt (oder zu heftig ist). Es gibt aber auch immer mehr Waldbrände, Erdrutsche und Überschwemmung. Am meisten sind wohl bisher die Gletscher, Grönland, die Arktis und die Antarktis betroffen, da dort immer mehr Schnee schmilzt.

Zwischen dem Eis Grönlands und dem Eis des Südpols und des Nordpols gibt es zwei Unterschiede. Erstens liegt das Grönlandeis auf Land und das Arktis-und-Antarktiseis schwimmt im Meer. Zweitens ist das Arktis-und-Antarktiseis ca. zwei bis drei Meter und das Grönlandeis etwa zwei bis drei Kilometer dick. Wenn das Grönlandeis also schmilzt wird der Meeresspiegel um etwa sieben Meter ansteigen und Großstädte wie London, Hamburg und Amsterdam werden überflutet werden. Sollte es zu einer Erderwärmung von 6,5°C kommen, wird das Grönlandeis sicher schmelzen, aber wahrscheinlich schmilzt es schon bei 2°C.

Natürlich darf es nicht soweit kommen und deswegen tun sehr viele Menschen etwas gegen den Klimawandel. Eigentlich sollte die Politik hier auch vielmehr tun, aber seit Kopenhagen sieht es nicht mehr danach aus, dass es eine politische Lösung geben wird.

Was tut eigentlich die Politik?

Leider tut die Politik nicht viel gegen die globale Erderwärmung. Viele Politiker tun so, als ob sie sich für die Bekämpfung des Klimawandels einsetzen würden, doch das ist oft nur Strategie um mehr Sympathie zu bekommen. In einigen Ländern werden Regierungen und einzelne Politiker manchmal sogar von großen Firmen bestochen, damit sie sich z.B. gegen ein geplantes CO2-Ausstoß-Gesetz einsetzen. Seit 1995 jedoch gibt es COPs (Conference oft the Parties, also Konferenz der Parteien), bei denen Politiker aus vielen Ländern darüber Verhandeln, wie man den CO2-Ausstoß mindern könnte. Leider kommt dabei meistens nicht viel heraus, sondern bisher nur das sogenannte 2-Grad-Ziel.

Was ist das 2-Grad-Ziel?

Das 2-Grad-Ziel bezeichnet ein Ziel der internationalen Klimapolitik, den CO2-Ausstoß auf höchstens 2°C gegenüber dem Niveau vor dem 20. Jahrhundert zu begrenzen. Seitdem ist die Durchschnittstemperatur um etwa 0,7°C gestiegen, bleiben also noch 1,3°C.
Doch wieso ausgerechnet 2°C? Wenn die Durchschnittstemperatur über diese Grenze steigen würde, würde das Grönlandeis vollständig schmelzen und der Meeresspiegel würde um ca. sieben Meter ansteigen. Auch wenn das 2-Grad-Ziel theoretisch machbar ist, sieht es bisher nicht danach aus, dass es auch weltweit politisch umgesetzt wird.
Einige Inselstaaten setzen sich sogar für ein 1,5°C ein, weil ihre Inseln wahrscheinlich überschwemmt werden würden, wenn die Durchschnittstemperatur über diese Grenze steigt.

Ist der Klimawandel noch aufzuhalten?

Der Klimawandel kann nicht mehr vollkommen aufgehalten werden, da er schon begonnen hat, aber wir können die Folgen noch deutlich abschwächen, doch es muss viel dafür getan werden, um uns allen eine Zukunft zu verschaffen, in der es sich zu leben lohnt. Bis 2050 müssen wir verhindern, dass die Treibhausgasemissionen ansteigen, das gelingt nur, wenn wir alle zusammenhelfen! Bäume pflanzen hilft, aber man kann noch viel mehr tun!

Was machen Bäume gegen den Klimawandel?

Bäume sind für unser Klima sehr wichtig, da sie durch Photosynthese CO2 zu Sauerstoff (O2) umwandeln. Dazu benötigen sie vor allem Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe. Wie viel Kohlendioxid ein Baum in einem Jahr bindet hängt von Größe, Art und Umgebung ab, doch ein normaler Baum bindet im Jahr ungefähr 13 Tonnen CO2. Bäume zu pflanzen ist also ein toller Weg der Umwelt und dem Klima etwas Gutes zu tun und es kann richtig Spaß machen!

Was kann man gegen den Klimawandel tun?

Jeder kann und muss etwas tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Am wichtigsten ist es wahrscheinlich, so schnell wie möglich auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Auch im Alltag können kleine Dinge große Wirkung erzielen. Zum Beispiel sollte man öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder gleich mit dem Fahrrad fahren. Trinkwasser sollte man aus der Leitung trinken (was mindestens genauso gesund ist wie aus Flaschen) und Obst und Gemüse bio und aus der Region kaufen. Auch durch weniger essen von Fleisch können beträchtliche Mengen an Treibhausgasen gespart werden. Auch das Einsparen von Energie ist sehr wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu bewegen!

Der Autor

Niklas, der Autor dieses Textes, ist 13 Jahre alt und engagiert sich bei Plant for the Planet und der JBN, um den Klimawandel zu stoppen.