Wahlen in Europa – Die Jugend wählt für das Klima

29.05.2019 – Zwischen dem 24. - 26.05.2019 fanden die Wahlen für das Europaparlament statt. Mit Spannung wurde das Ergebnis in Deutschland und Europa erwartet. Im folgenden Bericht haben wir für euch einige interessante Daten und Fakten zusammengestellt.

Eins war klar für die Fridays for Future Bewegung und die Umweltverbände – diese EU-Wahl wird eine Klimawahl. Denn bei dieser Wahl wird laut Luisa Neubauer (Fridays for Future) nicht geringeres gewählt, als „das letzte EU Parlament, das beim Klima noch was reißen kann“. Das scheinen auch die Parteien gemerkt zu haben und prompt wurde das Thema Klimawandel zumindest in der Werbung und der Öffentlichkeit sehr präsent. Es scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Das ist sehr erfreulich trotzdem müssen wir dabei aufmerksam bleiben und genau hinschauen, was tatsächlich umgesetzt wird, so Moritz Angstwurm aus dem Landesvorstand der JBN: 

„Diese Wahl hat gezeigt, dass wir auch weiterhin für Europa einstehen müssen. Wir sollten die Politik*innen nicht an ihren Wahlversprechen messen, sondern an den konkreten Maßnahmen die sie für Natur und Umwelt in Zukunft durchsetzen“ 

Uns als Umwelt- und Naturschutzverband bekräftigt es, an dem Thema dranzubleiben und auch die Fridays for Future Bewegung weiterhin zu unterstützen.

Die Wahlergebnisse sind insbesondere im Hinblick auf junge Wähler spannend. Auffallend ist, dass sie sich stärker für Umweltthemen interessieren, als ältere Wähler. Könnten nur unter 30-jährige Bürger*innen wählen, wären die Grünen mit 33 % mit weitem Vorsprung die stimmstärkste Partei, gefolgt mit mageren 13 % der CDU/CSU und 10 % der SPD. Auch kleinerer Parteien hätten weit besser abgeschnitten, als bei der Gesamtwahl. (Quelle: ZDF Forschungsgruppe Wahlen)

Auch bei der U18-Wahl, die 9 Tage vor der eigentlichen Wahl stattfand, führte sich diese Tendenz fort. Hier waren ebenfalls die Grünen mit knapp 29 % stimmstärkste Partei, während die SPD mit 15 % und die CDU/CSU mit knapp 13 % schlecht abschnitten. (Quelle: https://www.u18.org/europawahl-2019/wahlergebnisse/wahlergebnisse-deutschland)

Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Konzepte der aktuellen Regierung offensichtlich nicht mit den Zukunftsvorstellungen der Jugend übereinstimmen. Dahingehend ist es umso wichtiger den Jugendlichen die Mitbestimmung zu ermöglichen. Wir als Jugendverband setzen uns daher weiterhin für die Absenkung des Wahlalters ein!

Text: Helena Schmidt-Rios