Rettet die Bienen: FÖJler als Rathauslotsen für das Volksbegehren unterwegs

12.02.2019 – Ausgerüstet mit farbenfrohen Bienenkostümen zogen wir, eine Gruppe von FÖJler*innen, am 5. Februar durch Garmisch, um Menschen vor Ort für das Volksbegehren Artenvielfalt zu mobilisieren. Die Reaktionen waren unterschiedlich.

Mit dutzenden Flyern und Plakaten bepackt, forderten wir eine Abkehr von einer pestizid-intensiven Landwirtschaft hin zu naturverträglichem Landbau. Das wollten wir auch den Menschen im sonnigen Garmisch erklären.

Seit dem 31. Januar 2019 können sich die Menschen in Bayern für das Volksbegehren Artenvielfalt eintragen und stehen so zusammen für mehr gesetzlichen Natur- und Artenschutz ein.

Als Gruppe von FÖJlern, die ihr drittes Seminar gemeinsam am oberbayrischen Walchensee verbringen durften, haben wir uns am vergangenen Dienstag auf den Weg in die Gemeinde Garmisch gemacht, um dort auf das Volksbegehren aufmerksam zu machen und die Bürger für den Gang ins Rathaus zu mobilisieren.

Während es durchaus verhaltene bis verärgerte Reaktionen auf unseren Versuch, die Leute für die Thematik des Volksbegehrens zu sensibilisieren, gegeben hat, so begegneten uns auch viele, die bereits für mehr Artenvielfalt in Bayern unterschrieben hatten . Diese Bürger hatten oft die gleiche optimistische Erwartungshaltung, die auch wir in Bezug auf den Ausgang des Volksbegehrens haben.

Nach circa zwei Stunden hatten wir zahlreiche Flyer verteilt. Die Kostüme und Plakate haben ihren Sinn und Zweck, unser Anliegen für die Bürger in Garmisch sichtbar zu machen, ebenfalls voll erfüllt. Im Idealfall haben wir auf diese Weise auch dort Interesse an den Inhalten des Volksbegehrens wecken können, wo vorher keins bestand.

Es ist selbstverständlich nicht jedermanns Sache, fremde Menschen direkt auf ein so emotional aufgeladenes Thema anzusprechen. Unabhängig davon konnten wir uns alle durch diese Aktion nochmal ganz anders mit der praktischen Einbeziehung ökologischer Fragestellungen in unserem Alltag auseinandersetzen. Dadurch sind viele von uns sicher in ihrem Willen bestärkt worden, sich auch in Zukunft, auf welche Art auch immer, für mehr Umweltschutz und gegen die, diesen Bereich betreffende, Gleichgültigkeit zu engagieren.

Text: Lilian Spitzer