Let Me Naturetain You!? - JBN-Fachtagung 2014

22.09.2014 – 2014 markiert das Ende einer weiteren Phase der seit den 70er Jahren professionalisierten Umweltbildung. Die UN-Dekade zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung findet ihren Abschluss.

Referenten:

Kurt Heine ist Geschäftsführer der JBN, Dipl. Biologe, erfahrener Umweltpädagoge, Vater zweier erwachsener Kinder.

Dr. Alexandra Langmeyer und Ursula Winklhofer: Die beiden Wissenschaftlerinnen arbeiten am Deutschen Jugendinstitut in München.
Forschungsschwerpunkt sind die Lebenswelten und Lebenslagen von Kindern und die sich daraus ergebenden Spannungsfeldern.

Christoph Goppel: Der neue Leiter des  Umweltbildungszentrums am Naturkundemuseum ist Vater von vier älteren Kindern und pensionierter Gymnasiallehrer. Mehrere Jahre arbeitete er am Institut für Didaktik der Biologie der Universität Regenburg, in der Erwachsenen- und  Lehrerfortbildung

Jana Frädrich ist seit 1997 Kinderbeauftragte der Stadt München. Sie setzt sich für eine kinder- und familienfreundliche Stadt auf der Basis der Kinderrechte ein. Dass sich daran Heranwachsende beteiligen können, ist für sie  selbstverständlich.

Dieter Wieland: Der Dokumentarfilmer und Autor setzte sich als einer der ersten Fernsehjournalisten für den Denkmalschutz und für den Erhalt gewachsener Landschaftsräume ein. Wieland machte vor allem deutlich, dass Landschaft und Lebensräume die „Basis unserer Kultur“ seien.

Ludwig Hartmann führt seit einem Jahr als Vorsitzender die Landtagsfraktion der bayerischen GRÜNEN. 2008 wurde der gebürtige Landsberger im Alter von 30 Jahren zum ersten Mal in den Bayerischen Landtag gewählt und vertrat seine Fraktion in der vergangenen Wahlperiode u.a. als jugend- und klimaschutzpolitischer Sprecher.

Organisatorisches:

 

Flyer Download: Seite 1; Seite 2

Warum diese Tagung:

Das Jahr 2014 markiert das Ende der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Unter diesem Etikett sind in den letzten zehn Jahren hochprofessionelle Baumwipfelpfade erstellt und unzählige Kilometer auf Barfußpfaden zurückgelegt worden. Ökostationen wurden installiert und eine Heerschar an bestens ausgebildeten Naturpädagogen und Bildnern für nachhaltige Entwicklung suchen ihr Aus- und Einkommen auf dem „freien Markt“.

Trotzdem steht fest, dass die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen weiter ungebremst fortschreitet, die Roten Listen länger werden,und das Biotop vor unserer Haustür dem ALDI Logistikzentrum geopfert wird.  wird und die Naturentfremdung unserer Kinder und Jugendlichen zunimmt.

Ist es wirklich Ziel unserer Arbeit, an den Symptomen zunehmender Naturvergessenheit „herumzudoktern“, unter pädagogischer Anleitung Bäume zu umarmen und damit ein weiterer Programmpunkt im Freizeitmarathon unserer Kinder zu sein? 

Können wir mit einer „Inselpädagogik“, die abgetrennt von der Lebensrealität und den Lebensräumen unserer Kinder vollzogen wird ein Gefühl von Heimat, Verantwortung und Selbstwirksamkeit erzeugen oder was kann und muss andernfalls die Aufgabe von Natur- und Umweltpädagogik sein? 

Zielsetzung:

Auf der diesjährigen Fachtagung wollen wir einen kritischen Blick in die Umweltbildungsszene werfen und zusammen mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik einen mutigen Ausblick in die Zukunft wagen.