König Ludwig tadelt GAP.

10.02.2011 – König Ludwig tadelte Garmisch am heutigen Donnerstag für den Umgang der Gemeinde mit den Alpen und wohl auch für das Umspringen des Landratsamts mit jungen Naturfreunden und Naturschützern, die ihre Kritik an der Ski-WM nicht öffentlich machen durften.

Die Protestaktion unter dem Motto "König Ludwig tadelt GAP" konnte nicht wie geplant ablaufen. Das zuständige Landratsamt hatte die Erlaubnis verwehrt. Formale Gründe sprächen gegen König Ludwig und sein Gefolge.  Zwei Mannschaftswägen, ein Streifenwagen und einige Beamte in Zivil sicherten aber schließlich doch den hohen Besuch in Garmisch ab. Denn dieser umging die juristischen Schikanen, indem er listig allein auftrat. Die jungen Naturfreunde und Naturschützer mussten zwei Straßen weiter und ohne Blickkontakt der Dinge harren.

Einsam also musste der Kini sein Wort an die Garmischer richten. Die Garmischer Bürger ließen sich aber nicht lumpen und hielten zum Kini! „Weiter so!“ und „Gut dass wenigstens einer das sagt,“ hieß es da. Und dass die Jugend all das eines Tages wird aufräumen müssen. „Kämpfen soll die Jugend, um ihre Zukunft,“ ließen die Garmischer verlauten.  

Schließlich empfinden nicht wenige Bayern, dass die frohen Zeiten in Garmisch vorbei sind: In den Bergen wohnte die Freiheit wohl nur zu König Ludwigs Zeiten. Auf den Bergen war es damals schön.“ (frei nach dem König Ludwig Lied). Heut wird in Garmisch die Ökologie- und Nachhaltigkeitsdebatte mit Skybeamern und Ökostrom betriebenen Schneekanonen ad absurdum geführt!

Damit Kinder und Jugendliche Natur und Wildnis heute überhaupt noch erfahren können, müssen Naturräume existieren. In dem Garmischer WM-Gebiet sieht die JBN dies in absoluter Gefahr! Die JBN ist tief erschrocken über die Gigantomanie dieser Veranstaltung, die für die Jugend der Welt gedacht ist! Und der Jugend in Wirklichkeit einen Bärendienst erweist. Wo Pistenraupen jede Nacht die Abfahrten glätten und Schneekanonen den Winter ersetzt haben, kann von Naturerfahrungen keine Rede mehr sein. Schneehasen, Rotfüchse oder Mauswiesel wird man in Garmisch nur noch auf Fotos finden können. Dieser Sachverhalt steht einer ernstgemeinten Debatte über Nachhaltigkeit diametral entgegen. „Dagegen lege ich mein königliches Veto ein,“ so unser Kini am heutigen Donnerstag den 10. Februar 2011.