JBN Widerstand gegen die dritte Startbahn – aktuell wie nie

17.07.2015 – Die Ausstellung „Koa Dritte“ am Roider-Jackl-Brunnen in Freising war ein voller Erfolg. Gerade auf Grund der Zurückweisung der Beschwerden des BUND Naturschutz und mehrerer Privatkläger gegen die Nichtzulassung einer Revision im Prozess gegen die dritte Startbahn ist das Thema aktuell wie nie.

Im Februar 2015 wurde die Baugenehmigung für die dritte Startbahn vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) München für rechtmäßig erklärt. Diese Klagen wurden abgewiesen. Dagegen hat der BUND Naturschutz (BN) und ein Privatkläger Beschwerde eingereicht. Am 22. Juni wurde die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts bekannt gegeben, dass das Gericht diese Beschwerden zurückgewiesen hat. „Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen“ erklärt der BN-Vorsitzende Hubert Weiger.

Die Entscheidung zeigt, dass das Thema so aktuell wie nie zuvor ist. Auch für Jugendliche, denn das zweifelte der Flughafenchef Michael Kerkloh vor kurzem an. Seine Worte waren deutlich, vor einiger Zeit beschrieb er den Protest gegen die dritte Startbahn als Thema der „Rentnergeneration“. Die Aktion der JBN am 08. Juli hat gezeigt, dass die Aussage nicht stimmt. Jugendliche planten und präsentierten die Ausstellung „Koa Dritte“ unter dem Motto „kein Wachstum um jeden Preis“.

Ruth Heeren, Landesvorstand bei der JBN, erklärte zu Beginn der Ausstellungseröffnung, dass die Idee darin lag, den jahrelangen Kampf der Widerständler der 3. Startbahn in den Fokus zu stellen. In ihrer Rede ließ sie deutlich werden: "Die bayerische Jugend möchte keine dritte Startbahn. Wir möchten eine Heimat ohne Lärm, ohne Luftverschmutzung und ohne Großbauprojekte, die auf dem Rücken von uns und allen kommenden Generationen ausgetragen werden", versicherte Ruth Heeren. Das momentane Wirtschaftssystem ist nur auf ökonomische Vorteile ausgerichtet und achtet keine natürlichen Grenzen. Die JBN wünscht sich Alternativen: „Bayerns größter Klimakiller darf nicht ausgebaut werden. Zwei Bahnen reichen“, forderte Ruth Heeren.