DOitNAU - unvergessliche Momente

20.08.2008 – Auf dem Festival Gelände bei Thundorf sind 250 Jugendliche und Müpfe der Donau ein Stückchen näher gekommen. Sie alle hatten auf dem DOitNAU-Festival unvergessliche Momente.

FestivalgeländeFestivalgelände

Hightlights des politischen Festivals waren die Unterhosenparty mit den Weißwurschtis. Während die Feuerwehr das Zirkuszelt wegen einer Sturmwarnung evakuieren musste, sangen die Spontangäste ihr "Unterhosenparty-Lied". Beim Auftritt von LaBrassBanda konnte niemand still stehen und nur zusehen. Zu diesem Bläsersound musste einfach getanzt werden.

Nur um ein weiteres Mal die Donau mit den Schlauchbooten zu befahren, nahmen einige der wilden Müpfe aus dem Piratenlager den 6 km Fußmarsch zurück zum Festival mehrmals in Kauf. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten übertraf die Stimmung im Müpfelager alle Erwartungen. Mit wehenden Fahnen und grölenden Gesängen überfielen die Donaupiraten regelmäßig zu den Essenzeiten das Festivalgelände. Am "Tag der offenen Donau" amüsierten sich Müpfe und Jugendliche gemeinsam beim Jugger. Dieses Mannschaftsspiel sieht brutal aus, ist es aber nicht.

Das Abbau-Team hatte die Rucksäcke noch nicht wieder ausgepackt als Sigmar Gabriel, der Bundesumweltminister, sich auf seiner Radtour an der Donau gegen den Ausbau der Donau mit Staustufen ausgesprochen hat. Gabriel kritisierte, die Bayerische Staatsregierung, die den Donauausbau mit Staustufen gegen den Beschluss des Bundestags weiterhin vorantreibt. Ein direkter Erfolg des DOitNAU? -Bestimmt nicht. Aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Einblick in Argumente zu den Ausbauvarianten, zu politischen Meinungen und persönlichen Bezügen zur Donau erhielten die Festivalbesucher/innen und die interessierten Anwohner bei den Podiumsdiskussionen mit Lokalpolitikern und Bundestagsabgeordneten. Alle Parteien waren vertreten, nur die CSU nicht. Aus diesem Grund ereilte uns am Donnerstag nach unserer ersten Podiumsdiskussion ein Beschwerdebrief von CSU-Landrat Berenreiter aus Deggendorf, der sich gern der Diskussion gestellt hätte.

Trotz der sommerlichen Hitze und der ungewöhnlich heftigen Gewittererfahrung genossen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die entspannte Atmosphäre und erfreuten sich am umfangreichen Workshopangebot. Alles in allem ein gelungenes Festival, welches für Teilnehmer/innen und zu unserer großen Freunde auch für die Anwohner eine Bereicherung war.

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